Erfahrung und Kompetenz
in der häuslichen Pflege

„Zeigen, was Kirche alles kann“

Pfirrmann: Es kommt bei 900 Patienten in der ambulanten Pflege zum Beispiel sehr oft vor, dass ein pflegender Angehöriger ausfällt, ins Krankenhaus muss. Da muss es schnell gehen, der zu Hause versorgte Mensch muss binnen kürzester Zeit stationär untergebracht werden. In solchen Fällen ist es sehr hilfreich, wenn man sich kennt und zusammenarbeitet.Busch: Genau. Wir nehmen jemanden dann sofort in unser Pflegeheim auf und kümmern uns erst danach um die Bürokratie und das Finanzielle. Der Mensch steht im Vordergrund, nicht die Bürokratie. Wir haben kurze Wege. Das ist die Praxisebene unseres Netzwerks.

Wenn es eine Praxisebene gibt, gibt es sicher auch eine theoretische?

Busch: Wir planen, dass unsere Mitarbeiter gemeinsame Fortbildungen haben und sich ebenfalls miteinander vernetzen, um die Menschen durch den Informationsaustausch besser versorgen zu können.

Wie entstand die Idee für eine solche Zusammenarbeit?

Pfirrmann: Hinter der Arbeitsgemeinschaft steht die Idee, dass Kirche in Ludwigshafen ganz viel bietet, es aber nicht genug in der Öffentlichkeit zeigt. Im Gegenteil, sie wird oft sogar negativ wahrgenommen. Wir wollen zeigen, was Kirche alles kann und für die Menschen anbietet. Beratung, Schulung, Pflege, Hausnotruf – wir bieten ein umfassendes Paket. Wir stellen bei unserer Arbeit den Menschen in den Mittelpunkt und möchten, dass er gut versorgt ist.

Busch: Egal ob stationäre oder ambulante Pflege, evangelisch oder katholisch – uns eint das christliche Leitbild und christliche Traditionen. Der Dienst am Menschen ist wichtig, der gehört zur Kirche – und genau diesen möchten wir mit der AG verknüpfen.

Worin besteht der Mehrwert der Kooperation?

Pfirrmann: Gemeinsam wissen wir mehr und merken, was die Menschen brauchen. Dahin möchten wir uns gemeinsam bewegen. Es ist wie eine Kette – man kann die Menschen an die Hand nehmen und von Station zu Station führen. Die Arbeitsgemeinschaft ist mehr als ein Netzwerk, wir sind eine Gemeinschaft. Alle versuchen, das Leben für ältere und kranke Menschen lebenswert zu machen.

Busch: Wir profitieren und lernen voneinander, auch die Mitarbeiter, die sich austauschen können. Das bedeutet eine Qualitätsverbesserung für alle Beteiligten. Durch den Zusammenschluss erfahren die stationären Einrichtungen von Problematiken, die es im ambulanten Bereich gibt. Dass viele pflegende Angehörige sozial isoliert sind, bekommt man im stationären Bereich gar nicht mit.

Pfirrmann: Ja, genau. Gerade in der Vorweihnachtszeit erleben wir die Vereinsamung der alten Menschen. Daher laden wir am Sonntag zum gemeinsamen Adventssonntag ein.

Wird es mehr solcher Projekte geben?

Busch: Ja, wir planen Projekte, in denen es um die Pflegenden geht, die wir aus genau dieser Isolation herausholen möchten.

Pfirrmann: Wir wollen im Kirchenjahr Feste gemeinsam begehen. Als nächstes ist ein gemeinsamer Sonntag in der Fastenzeit geplant, entweder in der ökumenischen Sozialstation oder in einer der beiden Caritas-Einrichtungen .

Busch: Wir wünschen uns, dass ganz viele Menschen die Angebote wahrnehmen und merken: Das ist für uns.

Interview: Annette Konrad  (aus "Die Rheinpfalz", 6.12.2013)

Termin: „Sonntags nicht alleine“ ist die Auftaktveranstaltung dieser AG. Sie findet am Sonntag ab 14 Uhr im Evangelischen Alten- und Pflegeheim in der Herxheimer Straße 49 in Ludwigshafen statt. Der Nachmittag wird musikalisch durch einen Gospel-Chor gestaltet. Es gibt selbst gebackenen Kuchen und einen hauseigenen Weihnachtsmarkt.

Termine der Vereine

Fr Nov 03 @18:00 - 08:00PM
Gesprächskreis-Friesenheim
Di Nov 07 @18:30 - 08:30PM
Gesprächskreis für Angehörige von Demenzkranken
Mo Nov 13 @17:00 - 07:00PM
Stammtisch Ludwigshafener Krankenpflegevereine
Fr Dez 01 @18:00 - 08:00PM
Gesprächskreis-Friesenheim
Di Dez 05 @18:30 - 08:30PM
Gesprächsrunde f. Angehörige von Demenzkranken
Di Dez 05 @18:30 - 08:30PM
Gesprächskreis für Angehörige von Demenzerkrankten

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