Erfahrung und Kompetenz
in der häuslichen Pflege

Viel Zeit für persönliche Gespräche

OffeneTürÖkumenische Sozialstation beschließt Jubiläumsjahr mit einem Tag der offenen Tür

Ein ganzes Jahr lang hat die Ökumenischen Sozialstation Ludwigshafen ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Der „Tag der offenen Tür“ an allen vier Standorten schloss das Jubiläumsjahr ab. Rund 120 Besucher kamen am Wochenende in die Büros in der Pfingstweide, im Hemshof, in Mundenheim und Oggersheim.

„Ich will mich hier über das Angebot informieren“, sagte Christel Steinmetz in Mundenheim. Gabriele Freitag vom Pflegestützpunkt konnte der Seniorin weiterhelfen. „Wir haben hier eine umfassende Liste mit allen Angeboten, zum Beispiel mit den 300 Nachbarschaftshelfern in Ludwigshafen. Da ist für jeden das richtige dabei“, so Freitag. Von der Grundpflege, also der Pflege zu Hause, über medizinische Leistungen bis hin zur Unterstützung von Angehörigen. Pflegedienstleiterin Stephanie Horst kümmerte sich derweil um die weiteren Gäste, lud zu Kaffee und Kuchen ein und führte durch die großzügigen Räume in der Weinbietstraße. Der Andrang war indes übersichtlich. „Zu uns kommen die Menschen erst, wenn sie wirklich Probleme haben. Vorab informieren sich nur wenige darüber, was sie im Fall der Fälle tun können. Vorsorge ist kein beliebtes Thema“, war sie nicht überrascht.

Umso mehr blieb Zeit für persönliche Gespräche und einen Einblick in die Arbeitsweise des Pflegepersonals, in Mundenheim sind immerhin 28 Mitarbeiter beschäftigt. „Wir sind hier ein Bestandteil des betreuten Wohnens“, erklärte Horst und führte durch die sieben Büros und Funktionsräume. Lachend zeigte sie auch auf das wichtigste Arbeitsmaterial im gesamten Büro: „Ohne unsere Kaffeemaschine geht hier gar nichts.“ Einen Exkurs in die Geschichte der Krankenpflege gab es gratis dazu. „Wir sind aus den Krankenpflege- und Elisabethenverein der katholischen und der protestantischen Kirche entstanden.“ Damit blickt die ökumenische Sozialstation zum 40. Jubiläum auf eine über 100-jährige Tradition zurück.

„Wir hätten uns schon einen etwas größeren Zuspruch erhofft“, räumte Geschäftsführerin Sabine Pfirrmann ein. Sie war trotzdem zufrieden. „Einige unserer rund 900 Patienten in Ludwigshafen haben die Gelegenheit genutzt und auch einmal das Pflegepersonal besucht.“ Die Anregung nehme die Sozialstation gerne auf. „Eventuell machen wir daraus einen regelmäßigen Kaffee-Nachmittag“, kündigte sie an. (env)