Erfahrung und Kompetenz
in der häuslichen Pflege
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  • „Sie müssen auch an sich selbst denken“

    Gesprächskreis für Pflegende Angehörige in Friesenheim startet diesen Freitag mit einer Infoveranstaltung

    Friesenheim:Mit einem Angebot für pflegende Angehörige gehen der Diakonieverein Friesenheim und die Ökumenische Sozialstation Ludwigshafen am Freitag, 1. September, an den Start. Einmal im Monat soll künftig ein Gesprächskreis stattfinden, in dem sie Tipps von einer Fachkraft bekommen und sich mit anderen austauschen können.

    M. KovacicWer sich um einen schwer erkrankten Angehörigen kümmert, kann die eigenen Bedürfnisse schon mal aus den Augen verlieren. Das ist eine Beobachtung, die nicht nur Marica Kovacic, Pflegedienstleitung der Ökumenischen Sozialstation Ludwigshafen, macht. Sie weiß, dass die verantwortungsvolle Aufgabe viel Zeit und Kraft erfordert und der Tagesablauf der Pflegenden sich oft komplett an dem der Kranken ausrichtet. „Ich sage den Leuten immer, dass sie auch an sich selbst denken sollen“, erzählt Kovacic. Das sei aber nicht so einfach, wenn ein Angehöriger dauernd auf Unterstützung angewiesen ist.Eine Art Isolation ist in vielen Fällen die Folge, das weiß auch Peter Muhlert, Vorsitzender des Diakonievereins Friesenheim: „Es gibt so viele Termine im Leben des Kranken und so viele Aufgaben, die der Pflegende erledigen muss, dass kaum noch Freizeit bleibt.“ Ein Problem sei, dass die pflegenden Angehörigen sich häufig schwer damit täten, das Haus auch nur für ein paar Stunden zu verlassen. Schließlich könnte immer eine Situation eintreten, in der sie gebraucht werden. Bei der Planung für den Friesenheimer Gesprächskreis wurde das bedacht: Für die Dauer der Termine kann eine stundenweise Ersatzpflege bei der Ökumenischen Sozialstation beantragt werden.

    „Es ist wichtig, dass die Leute rauskommen und sich mit anderen treffen“, findet Kovacic, die den Gesprächskreis in Friesenheim betreuen wird. Sie hat in den vergangenen 17 Jahren schon Erfahrungen mit einem solchen Kreis in der Pfingstweide gesammelt und ist von dem Konzept überzeugt. „Die Menschen finden in der Runde Rückhalt und einen Ort, an dem sie ganz offen über ihre Erfahrungen sprechen können.“ Zum Teil seien dabei auch schon Freundschaften geschlossen worden.

    Wie in der Pfingstweide sollen die Teilnehmer in Friesenheim Kontakte pflegen und selbst bestimmen, welche Inhalte diskutiert werden und über welche Themen Kovacic Vorträge hält. Es stehen nämlich auch Tipps auf dem Programm: technische sowie Erklärungen zu Krankheitsbildern. Gemeinsame Fahrten in ein Sanitätshaus oder andere Ausflüge kann sich Kovacic ebenfalls vorstellen.

    Bei der Infoveranstaltung diesen Freitag wird das kostenlose und unverbindliche Projekt vorgestellt. Kovacic erklärt, was geplant ist und hofft auf Anregungen der Besucher, die schildern sollen, was sie sich von dem Gesprächskreis erwarten.yns

    Termin

    Jeden ersten Freitag im Monat von 18 bis 20 Uhr, Luitpoldstraße 45. Die Schnupperrunde ist diesen Freitag. Bei Fragen: Telefon 635190, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    aus "Die Rheinpfalz", 30.8.2017

  • Gemeinsam mehr bewegen

    Sieben Ökumenische Sozialstationen in der Vorderpfalz wollen künftig enger zusammenarbeiten. Eine  entsprechende Kooperationsvereinbarung haben sie Ende Juli unterzeichnet (wir berichteten). Die Einrichtungen haben auch schon erste Ziele formuliert, die sie erreichen wollen.

  • Bericht-Mitgliederversammlung 21.7.2014

    Bericht über die Mitgliederversammlung der Ökumenischen Sozialstation Ludwigshafen am 21. Juli 2014

    Am 21. Juli 2014 hatte die Ökumenische Sozialstation Ludwigshafen ihre erste gemeinsame Mitgliederversammlung nach der Fusion der beiden Einrichtungen Ludwigshafen und Oggersheim/Ruchheim.

    Die Geschäftsführerin, Fr. Pfirrmann gab einen Rückblick auf das Jahr 2013, das von vielen Schwierigkeiten, Neustrukturierungen und Herausforderungen geprägt war. Hervorzuheben ist der Beschluss der Mitgliederversammlung vom 01.07.2013, zur Fusion beider Einrichtungen, was umfangreiche Maßnahmen erforderte.                                                                                                          

    Außerdem traten ab März 2013 in Oggersheim/Ruchheim Fr. Hilzendegen und ab 01.08. Fr. Lehnhard in der SENTA als neue Pflegedienstleiterinnen ihren Dienst an. Nach diversen Umbaumaßnahmen zog im Mai die „Edigheimer Außenstelle“ um in die Pfingstweide. 6 Auszubildende wurden nach erfolgreicher Prüfung übernommen – neue Auszubildende fingen an, die Buchhaltung wurde neu besetzt und zusätzlich eine Controllerin eingestellt. Die Verwaltungskolleginnen aus Oggersheim bezogen im November ihre Arbeitsplätze in der Rohrlachstr. und die beiden Verwaltungs- und Buchhaltungssysteme mussten zusammengeführt werden. Fast zeitgleich wurden in der Apostelkirche -2- zusätzliche Büroräume angemietet, die ebenso wie einige Büros in der Rohrlachstr. renoviert werden mussten. Am 23.12. erhielt die Sozialstation sehr kostengünstig Büromöbel einer ganzen Büroetage, gegen die Auflage, dass diese bis Anfang Januar 2014 abzuholen sind, wofür sich die Sozialstation bei Herrn Clemm von der Fa. Ainea nochmals ganz herzlich bedankte! Nebenbei musste ein neuer Server angeschafft und der IT-Bereich neu strukturiert werden. Für das Pflegepersonal wurde die Parksituation dadurch erschwert, dass nahezu alle Parkplätze durch den Bau der neuen KITA hinter der Apostelkirche weggefallen sind.

    Trotz all dieser äußeren Einflüsse musste aber das Wichtigste gewährleistet werden:

    Täglich waren mit 160 Pflegekräften rund 800 Patienten in 50 Touren zu allen Tag- und Nachtzeiten zu versorgen!!

    Die Geschäftsführerin wies darauf hin, dass die Erlöse und vereinbarten Vergütungen mit den Kassen in allen Bereichen nicht kostendeckend sind und man sich daher mit 3 weiteren rheinland-pfälzischen Sozialstationen in einem Pilotprojekt erstmals zu Einzelverhandlungen mit den Kassen entschlossen hat. Diese wurden erfolgreich geführt und erzielten gute Erhöhungen ab 2014 im Bereich der Krankenkassenleistungen und für die SENTA.

    Erfreulich: Auch für das Jahr 2013 konnten wir großartige Spenden verzeichnen:

    Von Privatpersonen anläßl. Geburtstagsfeiern € 4.000,--, VR-Bank € 10.000,--, Krankenpflegevereine € 24.000,--. Auch Sparkasse, BASF sowie die Aktion 72 bedachten uns mit großzügigen Zuwendungen.

    2013 hat uns der Rotary Club Mannheim eine Spende in Höhe von 5000,-€ für einen Kleinbus für die Beförderung unserer Gäste der Tagespflege in Aussicht gestellt – Auszahlung in Januar 2015. Allerdings benötigen wir für die Anschaffung noch weitere Spendengelder!

    Vielleicht sehen hier die Krankenpflegevereine eine Möglichkeit der Werbung für sich. Gerne auch andere Einrichtungen.

    An dieser Stelle bedankte sich Fr. Pfirrmann bei allen Spendern - ohne Sie wäre vieles schwieriger oder sogar unmöglich!

    Fazit 2013:

    Ein Jahr mit extremen Schwierigkeiten und Herausforderungen…

    Alle MitarbeiterInnen der Sozialstation haben im Jahr 2013 enorm viel geleistet und waren über die Maßen engagiert!

    Die Mitgliederversammlung stellte den Jahresabschluss fest und entlastete den Vorstand, den Verwaltungsausschuss und die Geschäftsführerin einstimmig.

    Ein besonderer Tagesordnungspunkt (TOP) war der einstimmige Beschluss einer neuen Satzung. Zukünftig wird der Verwaltungsausschuss das Kontrollorgan des Vorstandes sein und die Funktion des Vorstandes wird künftig von dem/der Geschäftsführer/in übernommen.

    Fr. Pfirrmann wies darauf hin, dass im Jahr 2015 die Ökumenische Sozialstation 40 Jahre alt wird und aus diesem Anlass zahlreiche Aktionen geplant sind, die uns durch das Jahr begleiten werden. Der Eröffnungsgottesdienst findet am 30.01.2015 in der Friedenskirche statt.

    Unter TOP „Verschiedenes“ berichtete Fr. Ginter, Vorsitzende des Krankenpflegevereins (KPV) Ruchheim, dass sie 9 weitere KPV angeschrieben hat mit der Intention, ein Treffen zu organisieren, bei dem über die Zukunft der Krankenpflegevereine diskutiert werden soll, zu dem weitere Interessierte willkommen sind.

    Herr Muhlert vom Diakonieverein Friesenheim lud zu einer Veranstaltung zum Thema „Organspende“ am 17.09.14. ein.

    Der Vorsitzende, Herr Bernd Breuer bedankte sich bei den Anwesenden und beendete die Sitzung um 21.20 Uhr.

    gez.  Sabine Pfirrmann

  • VR-Bank spendet Auto

    Über ein neues Auto freut sich die Ökumenische Sozialstation Ludwigshafen. Gespendet hat es die VR-Bank Rhein-Neckar aus Gewinnspar-Reinerträgen – Kunden der Bank hatten regelmäßig Gewinnsparlose gekauft. Andreas Gremmel und Rainer Weiss von der VR-Bank haben den Autoschlüssel jetzt an Pflegedienstleiterin Katrin Hilzendegen und Bernhard Wahl und Elvira John vom Vorstand der Sozialstation Oggersheim/Ruchheim übergeben. Die Mitarbeiter des ambulanten Dienstes sollen das Fahrzeug, einen VW up, bei ihrer täglichen Arbeit, fahren.  (aus "Die Rheinpfalz, 19.8.2013)